Kategorien-Archiv Rente

Vonwebmaster

Flugblatt anlässlich des Weltfrauentags

Klartext hat zusammen mit der Sozialen Liste Bochum und dem Bündnis Rente zum Leben ein Flugblatt zum Weltfrauentag herausgegeben.

Dazu ein Bericht von Irmgard Schaffrin aus Bochum:

Auf der letzten Tagung des Bündnisses „Rente zum Leben“ im Jan. 2018 verabredeten die Frauen von der Sozialen Liste im Rat der Stadt Bochum und Klartext aus Bochum, ein Flugblatt zum Thema Frauen und Mindestrente zu entwickeln. Der erste Flugblattvorschlag wurde nicht nur von den Beteiligten aus Bochum diskutiert und verändert, sondern auch von Tobias Weißert. Sogar Holger Balodis schickte Verbesserungsvorschläge. Letztendlich ein Gemeinschaftswerk vieler und wir Frauen finden, das Blättchen kann sich sehen lassen. Es wird über mehrere Jahre hin aktuell sein – leider. Es liegt als Faltblatt im Leporello-Format vor, wie Frauen es gerne in die Hand nehmen. Am 10. März gab es dann den Frauenaktionstag in der Bochumer Innenstadt. Hier sollte das Flugblatt zum ersten Mal verteilt werden. Die soziale Liste hatte 200 Flugblätter auf lila Papier gedruckt und ab 12.00 begann die Verteilung, teilweise auch mit roten Nelken zusammen. Die Vertreterin von Klartext wollte ab 13.15 dazu kommen. Doch die Flugblätter waren innerhalb einer Stunde verteilt. Die Reaktion der Frauen auf das Flugblatt zeigte: Rente ist ein brennendes Thema. Nur ein Mann verstand die Aktion ganz falsch und vermischte die Mindestrentenforderung mit der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen.

Das Flugblatt will die Soziale Liste auch auf der 1. Mai Aktion in Bochum verteilen. Außerdem liegt es demnächst an wichtigen sozialen Kontaktpunkten in Bochum aus. Zusätzlich ist das Flugblatt über Kontakte zum ersten feministischen Kongress in Thüringen gelangt und dort ausgelegt worden. (Fit for Action, 1. fem. Kongress in Thüringen am 3. März 2018.)

Vonwebmaster

KLARtext-Veranstaltung: Reichstes Land – niedrigste Rente.

Das wirtschaftlich stärkste und reichste Land Europas glänzt durch niedrigste Renten.

Das war eine Erkenntnis aus dem Vortrag, den Tobias Weißert vom Verein „Klartext“ am 6. September im Bahnhof Langendreer hielt. Wie es dazu kam, dass die Renten auf ein so niedriges Niveau gesunken sind und welche Interessen durch diese niedrigen Renten bedient werden, das wurde ebenfalls sehr deutlich. weiterlesen

Vonwebmaster

Rhein-Main-Bündnis: Zu den Positionen der Partei „Die Linke“

Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne
Mindestrente, Mindestlohn, Hartz-IV-Eckregelsatz:

Zu den Positionen der Partei „Die Linke“

I. Die Linke fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro brutto. Ab diesem Betrag, so der Entwurf zum Wahlprogramm, soll in der Regel eine Rente von mehr als 1.050 Euro netto erzielt werden können.

Das ist falsch. weiterlesen

Vonwebmaster

Diskussion um Grundfreibetrag: kleinkrämerisch und angesichts des Auftriebs der AfD unklug?

Rainer Roth hat an den DGB-Bundesvorstand zu Händen von Stefan Körtzell geschrieben und um Auskunft gebeten, wie der DGB die Höhe von 11.000 Euro festgesetzt hat und ob der DGB davon ausgeht, dass Erwerbstätige einen Mehrbedarf haben, der steuerfrei zu stellen ist. Im Auftrag von Körtzell antwortete Raoul Didier, der die Fragen nicht beantwortete. Didier erklärte, man solle sich mit anderen Fragen wie z.B. Armut usw. beschäftigen, und über die Festsetzung der Höhe des Existenzminimums zu diskutieren, sei kleinkrämerisch, angesichts des Auftriebs der AfD unklug, Ausdruck von Anmaßung usw. usf. Hier die Mail-Korrespondenz (jüngste Mail zuerst).

Lieber Kollege Didier,

danke für die Zusendung der Stellungnahme des DGB zu einer Anfrage des Bundesverfassungsgerichts vom 2. Juli 2013. Die Stellungnahme kommt zu dem Schluss, dass der Regelsatz von Alleinstehenden in Höhe von damals 374 Euro zu niedrig festgesetzt war und begründet das auf 32 Seiten mit einer Fülle von äußerst detaillierten Darlegungen, die deiner und auch meiner Meinung nach nicht kleinkrämerisch sind. weiterlesen

VonRR

Welches Rentenniveau ergibt sich bei welcher Höhe des Mindestlohns?

Mindestlohn – Rentenniveau

Die Bundesregierung hat erklärt, dass Lohnabhängige mit einem Bruttostundenlohn von 11,68 Euro eine Nettorente in Höhe des durchschnittlichen Niveaus der Grundsicherung erzielen, wenn sie 45 Jahre arbeiten. Die Linke im Bundestag nutzt das, um den Eindruck zu erwecken, dass der seit neuestem geforderte Mindestlohn von 12 Euro aus der Grundsicherung herausführt (http://linksfraktion.de/nachrichten/nahles-ministerium-mindestens-11-68-euro-stundenlohn-sind-noetig-armutsfeste-rente/) . Das stimmt so nicht, denn der sogenannte Standardrentner mit seinen 45 Versicherungsjahren ist eine Fiktion. Standard ist eine wesentlich niedrigere Anzahl von Versicherungsjahren. Ferner geht die Bundesregierung von einer Warmmiete von 321 Euro mtl. aus.
Das ist nicht die Warmmiete des Standardrentners, sondern die durchschnittliche Warmmiete von Grundsicherungs-BezieherInnen, also ebenfalls eine Fiktion.
Im Folgenden Berechnungen, wieviele Versicherungsjahre bei welchem Bruttostundenlohn Vollzeitbeschäftigte bei einer 38,5-Stundenwoche arbeiten müssten, um eine Nettorente auf dem Niveau der Grundsicherung bzw. auf einem Niveau von zehn Prozent darüber zu erzielen. weiterlesen

VonTobias Weißert

Rentenkampagne der Arbeitgeber: Verlogen und unseriös

Nachdem im November 2013 die Regierungskoalition ihr Rentenpaket bekanntgegeben hatte, erhob sich von der Arbeitgeberseite ein riesiges Geschrei: Das Paket sei rentenpolitscher Wahnsinn, Abkehr von der Agenda 2010, unfinanzierbar usw. An die Spitze des Protestes stellte sich der gerade inthronisierte Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände ( BDA) Ingo Kramer: „Die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag bedeuten eine drastische Zusatzbelastung der Beitragszahler. Die in der Renten und Pflegeversicherung geplanten zusätzlichen Leistungen belaufen sich auf deutlich mehr als 20 Milliarden im Jahr 2030.“ Die Mütterrente „koste … jährlich 6,5 Milliarden Euro – mit steigender Tendenz bis zu 8 Milliarden Euro. Bis 2030 würde die zusätzliche Mütterrente insgesamt rund 130 Milliarden Euro kosten…(FAZ 29.11. 2013). weiterlesen