Schlagwort-Archiv Mindestlohn

Vonwebmaster

Rhein-Main-Bündnis: Zu den Positionen der Partei „Die Linke“

Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne
Mindestrente, Mindestlohn, Hartz-IV-Eckregelsatz:

Zu den Positionen der Partei „Die Linke“

I. Die Linke fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro brutto. Ab diesem Betrag, so der Entwurf zum Wahlprogramm, soll in der Regel eine Rente von mehr als 1.050 Euro netto erzielt werden können.

Das ist falsch. weiterlesen

Vonwebmaster

Lohnabstandsgebot und Mehrbedarf für Erwerbstätige

Es ist öfter zu hören, dass mit den Forderungen nach einem Eckregelsatz von mindestens 600 Euro, einem gesetzlichen Mindestlohn von elf Euro (steuerfrei) sowie einer Mindestrente von 1.000 Euro ein Lohnabstandsgebot vertreten und umgesetzt würde. Erwerbslose bzw. RentnerInnen hätten doch die gleichen Bedürfnisse wie Erwerbstätige; einen Unterschied zu machen sei eine Diskriminierung.

Diese Ansicht verkennt, dass das im SGB II (Hartz IV) früher enthaltene Lohnabstandsgebot die untersten Löhne zum unumstößlichen Maßstab für das Regelsatzniveau gemacht hat und damit dessen Senkung zum Ziel hatte. weiterlesen

Vonwebmaster

Diskussion um Grundfreibetrag II: Antwort auf eine Nicht-Antwort

Lieber Kollege Didier,

leider muss ich feststellen, dass meine Frage, ob der DGB bei der Festsetzung der Höhe des steuerlichen Existenzminimums auch einen Mehrbedarf für Erwerbstätige zugrundelegt, von Dir auch in Deiner zweiten Mail nicht beantwortet wird. weiterlesen

VonRR

Welches Rentenniveau ergibt sich bei welcher Höhe des Mindestlohns?

Mindestlohn – Rentenniveau

Die Bundesregierung hat erklärt, dass Lohnabhängige mit einem Bruttostundenlohn von 11,68 Euro eine Nettorente in Höhe des durchschnittlichen Niveaus der Grundsicherung erzielen, wenn sie 45 Jahre arbeiten. Die Linke im Bundestag nutzt das, um den Eindruck zu erwecken, dass der seit neuestem geforderte Mindestlohn von 12 Euro aus der Grundsicherung herausführt (http://linksfraktion.de/nachrichten/nahles-ministerium-mindestens-11-68-euro-stundenlohn-sind-noetig-armutsfeste-rente/) . Das stimmt so nicht, denn der sogenannte Standardrentner mit seinen 45 Versicherungsjahren ist eine Fiktion. Standard ist eine wesentlich niedrigere Anzahl von Versicherungsjahren. Ferner geht die Bundesregierung von einer Warmmiete von 321 Euro mtl. aus.
Das ist nicht die Warmmiete des Standardrentners, sondern die durchschnittliche Warmmiete von Grundsicherungs-BezieherInnen, also ebenfalls eine Fiktion.
Im Folgenden Berechnungen, wieviele Versicherungsjahre bei welchem Bruttostundenlohn Vollzeitbeschäftigte bei einer 38,5-Stundenwoche arbeiten müssten, um eine Nettorente auf dem Niveau der Grundsicherung bzw. auf einem Niveau von zehn Prozent darüber zu erzielen. weiterlesen

VonRR

Gesetzlicher Mindestlohn von zehn Euro erst im Jahr 2027?

8,84 Euro gesetzlicher Mindestlohn ab 1.1.2017:

Zehn-Euro erst am St. Nimmerleinstag

Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1.1.2017 um 4 % auf 8,84 Euro steigen. Die nächste Erhöhung würde zum 1.1.2019 in Kraft treten. Vier Prozent ensprechen der Steigerung des durchschnittlichen Tariflohns im Zeitraum vom 1.1.2015 bis 30 Juni 2016. Diese Steigerung wird auf den gesetzlichen Mindestlohn übertragen. Der Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes wurde ausnahmsweise einbezogen, obwohl er erst nach dem 30. Juni 2016 wirksam wird, wird aber bei der nächsten Erhöhung für 2019 wieder abgezogen. weiterlesen

VonPeter Trotzig

Der Mindestlohn kommt, der Klassenkampf bleibt … … mindestens der „von oben“!

Dass Vater „Sozialstaat“ ein Gesetz erlässt, in dem der Mindeststundenlohn auf 8,50 Euro festgelegt wird, um dann das daraus erzielte Mindesteinkommen zu besteuern, das ist schon eine „soziale“ Glanzleistung! Ferner hat Vater „Sozialstaat“ unter Berücksichtigung der Interessen des „Sozialpartners“ Kapital allerhand Ausnahmen speziell für Langzeitarbeitslose und Praktikanten sowie Übergangsregelungen bis 2017 festgelegt.
Die Wirkung des verabschiedeten Mindestlohngesetzes bleibt auch dadurch fragwürdig,
dass die Zahl derjenigen, die auf „Aufstockung“ durch Hartz IV angewiesen sind, sich
kaum ändert.

weiterlesen:

http://klartext-info.de/kommentare/Der_Mindestlohn_kommt_Trotzig14-10.pdf

VonPeter Trotzig

Wahlmöglichkeiten?

Nach Angaben der internationalen Arbeitsorganisation ILO sterben weltweit jedes Jahr 2,3 Millionen Menschen durch „arbeitsbedingte“ Krankheiten und Arbeitsunfälle. Tag für Tag kommt es ferner zu 860.000 Verletzungen durch Arbeitsunfälle. (Diese Zahlen dürften eher „geschönt“ sein.)
I.
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles meint dazu: „Es kann uns nicht egal sein, dass in anderen Ländern Menschen sterben, weil die Arbeitsbedingungen so schlecht sind, und wir die Billigprodukte ohne darüber nachzudenken konsumieren.“ (FR vom 26.08.2014) Ja, es ist ein Drama mit der Gedankenlosigkeit der „KonsumentInnen“ hierzulande. Dabei fällt auf, dass sie umso weniger nachdenken, je geringer ihr Geldeinkommen ist. Es gibt auch im „wachsstumsstarken“, vergleichsweise erfolgreichen kapitalistischen Deutschland Millionen von Menschen, die aufpassen müssen, dass am Ende des Geldes nicht noch allerhand Monat über ist. weiterlesen

VonRR

Gesetzlicher Mindestlohn: Warum fordern wir 10 Euro statt 12 Euro?

Die Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken (IVG) stellt in ihrem Netzwerk-Info vom Ende April 2014 die Höhe des Mindestlohns in den Mittelpunkt der Kritik an den von der Bundesregierung beschlossenen 8,50 Euro. Sie fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro brutto (http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2014/04/infoextra_mindestlohn.pdf Alle Zitate sind hier nachzulesen.).

Statt 8,50 Euro für Wenige – 12 Euro für Alle – sofort!“ soll die neue Forderung heißen. 12 Euro für Alle? Auch für die, die jetzt mehr als zwölf Euro bekommen? Die Gewerkschaftslinke strebt vermutlich nicht die Senkung aller Löhne auf zwölf Euro an. Warum aber stellt sie dann eine neue Forderung auf, die genau so aufgefasst werden kann? weiterlesen